Bild des Monats - mit persönlichen Ausführungen des Künstlers

Mondlicht,

Öl auf Leinwand, 50x40cm,

Dieses Gemälde lebt von der unwirklichen Farbgebung und einem indifferenten Bildraum. Hauptmotiv ist die fahlgelbe "Mond"-Scheibe, die jedoch nicht in weiter Ferne des nachtblauen Alls thront, sondern von einem dunklen Kreis umfasst, in Verbindung mit eine baumähnlichen Gebilde steht, das den Vordergrund dominiert.

Das ausladende Gewächs, dessen Wurzeln aus dem Grund heraus-ragen, scheint nichts Lebendiges mehr zu haben. Der Untergrund ist ambivalent. Einerseits etwas Festes, aus dem durch ein Loch oder Krater durchsichtige Kugeln aus einem Hohlraum aufsteigen (rechte Seite). Andererseits Gewässer oder Flüssigkeit mit einem darin stehenden Stab, an dessen Ende eine liegende Sichelform gelb zu leuchten scheint.

Eine helle gestrichelte Fläche löst sich von der hellblauen Corona des Mondes wie nach rechts aus dem Format geblasen.

Die nicht auszumachende Lichtquelle der Szene erinnert an eine erstarrte, bühnenhafte Kulisse. Einzig die Wirbelformen im gefangenen Gestirn zeigen Spuren rotierender Bewegung.

Die Nähe zum Surrealismus ist offensichtlich und hat diese Arbeit auch intendiert. Dem Betrachter sei es überlassen, dieser Darstellung Sinn und bedeutsame Zuordnung zu geben.