Bild des Monats - mit persönlichen Ausführungen des Künstlers

Kampung in Malaysia, Aquarell, ca. 50x43cm

Auf meinen Reisen in den 80er und 90er Jahren in Südostasien habe ich sehr intensiv Skizzen und kleine Aquarelle vor Ort angefertigt. Zum einen als Reisedokumentation zum anderen auch als Gedächtnisstütze für weitere Gemälde zu Hause.

Besonders hatte es mir das ländliche Leben in den Dörfern und Siedlungen im Urwald angetan, das für mich als Tourist so friedlich und idyllisch erschien. Das freundliche Wesen der Menschen dort, ihre Aufgeschlossenheit den Fremden gegenüber und die scheinbare tropische Fülle der Natur machten oft Vergessen, dass auch dort ein täglicher Kampf ums überleben herrschte.

Zu dieser Zeit hielten sich die negativen Auswüchse der westlichen Zivilisation, insbesondere der Vermüllung der Landschaft noch sehr in Grenzen. Die meisten Naturmaterialien wurden verbrannt oder verrotteten schnell im tropischen Klima.

Die Siedlingen wurden sehr gepflegt und bei aller Bescheidenheit der Lebensumstände gab es überall eine gewisse Ästhetik zu spüren. Die Temperaturen, Luftfeuchtigkeit, Gerüche und Geräusche kann ein Bild leider nicht vermitteln. Aber sie sind mir beim Betrachten sehr präsent.

Dieses Dorf (Kampung) habe ich an der Ostküste Malaysias als Zeichnung festgehalten und später als Aquarell ausgearbeitet. Besondes das milde Morgenlicht mit den langen Schatten der Palmen versetzten mich immer wieder in Entzücken.

Oft war ich beim Zeichnen von großen Kinderscharen umringt, die ohne die geringste Scheu dicht gedrängt ein quirliges, schnatterndes Knäul bildeten.